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Hypnose - Was ist das eigentlich?

Das griechische Wort "hypnos" heißt zu deutsch Schlaf, wobei man aber bei der Hypnose nicht wirklich in Schlaf verfällt. Es handelt sich bei der hypnotischen Trance vor allem um einen gelösten, entspannten und angstfreien Zustand, der neben einer veränderten Selbstwahrnehmung mit mehr Phantasie und Kreativität sowie mit einem verbesserten Vorstellungsvermögen verbunden ist. Sehr oft treten dabei neben Bildern aus der Vergangenheit auch Wunschbilder oder Ideen und Gedanken in Erscheinung, die den betreffenden Menschen zu diesem Zeitpunkt stark beschäftigen. Teilweise ist das Erleben von Trance-Zuständen auch mit einer veränderten Zeitwahrnehmung verbunden. Man kann die Hypnose also als einen Zustand zwischen Wachsein und Schlafen bezeichnen.

Hypnose ist ein vorübergehender Zustand veränderter Aufmerksamkeit beim hypnotisierten Menschen, der gezielt durch den Hypnotiseur hervorgerufen werden kann. Der Hypnotisierte ist dabei körperlich tief entspannt. Das Zeitgefühl geht verloren, die Umwelt wird unwichtig, man fühlt sich sehr wohl - eine Art Kurzurlaub für Körper und Seele.

Während man im normalen Bewusstseinszustand immer mehrere verschiedene Reize gleichzeitig wahrnimmt, ist in Hypnose oder Trance die gesamte Aufmerksamkeit (oder zumindest ihr größter Teil) auf eine bestimmte Sache gerichtet, so dass man die restliche Umgebung mehr oder weniger aus dem Auge verliert. Etwas "wie in Trance" zu tun, ist also ein ganz alltäglicher Zustand, den man z. B. beim Joggen, beim Lesen eines spannenden Buches oder bei einer konzentrierten Arbeit erleben kann. Bei der medizinischen oder psychotherapeutischen Anwendung wird diese Fähigkeit zur "Alltagstrance" sehr stark und so gezielt gefördert, dass sie zur Lösung von körperlichen oder seelischen Problemen eingesetzt werden kann.


HYPNOSE IST DIE BRÜCKE ZUM UNTERBEWUSSTSEIN


Die Hypnose blickt mittlerweile auf eine fast 4000-jährige Geschichte zurück, bereits in frühesten Kulturen war Trance selbstverständlicher Bestandteil von Heil-Ritualen. Der Begriff "Hypnose" steht für veränderte Bewusstseins- bzw. Trance-Zustände, wie sie schon seit Jahrtausenden in Meditationstechniken und im Yoga oder von den legendären japanischen Ninja-Kriegern praktiziert wurden. Es ist erwiesen, dass die Hypnose schon seit Jahrtausenden auch zu Heilzwecken eingesetzt wird, seit ca. 2000 Jahren vor Christi Geburt ist sie als Heilmethode urkundlich belegt. Die Hypnose ist die älteste und natürlichste ganzheitliche Heilweise überhaupt - ohne Nebenwirkungen!!!


Gibt es Risiken, ist Hypnose gefährlich?

Nein, Hypnose ist nicht gefährlich. Hypnose ist ein Zustand, der sich in der Schwebe zwischen Schlaf und Wachsein bewegt. Ein Zustand, den man sogar regelmäßig ganz von selbst erlebt. Immer dann, wenn Sie einmal ein paar Momente gedankenlos aus dem Fenster schauen oder wenn Sie auf der Autobahn fahren und bemerken, dass die letzte Stunde wie im Flug vergangen ist während Sie ein wenig vor sich hin geträumt oder nachgedacht haben und dennoch vollkommen sicher gefahren sind - dann erleben Sie wenigstens teilweise die Hypnose. Und vermutlich wissen Sie es dann in diesem Moment noch nicht einmal, denn es kommt ihnen so normal vor, weil Sie es schon unzählige Male erlebt haben und weil es eben ein ganz normaler Zustand ist. Ganz normale "Hypnose im Alltag".

Ebenso wie Sie diesen Zustand wieder beenden können, werden Sie auch aus der Hypnose wieder wach. Ganz selbstverständlich und natürlich. Niemand braucht sich Sorgen zu machen, aus der Hypnose nicht wieder aufzuwachen. Nach einiger Zeit beendet der Körper den Trance-Zustand ganz von selbst und wacht auf.

Hypnose ist nachweislich nicht nur sehr angenehm, sondern auch sehr interessant. Hypnose ist vollkommen sicher und Sie werden es als angenehme, entspannende und lösungsorientierte Erfahrung erleben. Sie werden zu keiner Zeit bewusstlos sein, schlafen oder die Kontrolle über das, was passiert, verlieren.

Körperlich gesehen ist die Hypnose ein tiefer Entspannungszustand - also wohltuend und regenerierend wie ein entspannender kurzer Schlaf. Dieser Zustand ist sehr angenehm und absolut unschädlich. Angewandte Hypnose wirkt immer entspannend und harmonisierend. Aus dieser Entspannung und Harmonisierung heraus ergeben sich oft ganz automatisch weitere positive Begleiteffekte und zusätzliche Wirkungen, z. B. dass sich Verspannungen von selbst lösen oder sich im Anschluss das Einschlafverhalten verbessert.


Kontraindikationen - wer sollte nicht hypnotisiert werden?

Es gibt wenige Fälle, in denen Hypnose nicht oder nur mit Vorsicht angewandt werden sollte. Dabei handelt es sich vor allem um Psychosen, schwere Erkrankungen des Zentralen Nervensystems oder Behinderungen, die einem normalen Ablauf der Hypnose entgegenstehen könnten. Hier muss im Einzelfall der Heilpraktiker, der die Hypnose durchführt, oder ein Arzt entscheiden, ob zu einer Hypnosetherapie zu raten ist.

Es gibt keine Pauschal-Regeln, was die Kontraindikationen von Hypnose angeht. In vielen Fällen lässt sich die Hypnose so anpassen, dass sie auch bei schwierigen Konstellationen eingesetzt werden kann. Entscheidend ist dabei vor allem, für welche Anwendungsgebiete man sie einsetzen möchte. Die Hypnosetherapie kann dann so angepasst werden, dass sie für den Klienten bekömmlich ist ohne mit der Grunderkrankung in Konflikt zu kommen.

Bei ungeklärter medizinischer Diagnose sollte von einer Hypnosetherapie Abstand genommen werden bzw. vorher eine diagnostische Klärung herbeigeführt werden. Die Symptom-Verbesserung durch die Hypnose (z. B. Schmerzlinderung) könnte dazu beitragen, dass eine ernsthafte organische Erkrankung nicht oder zu spät erkannt wird. Ebenso sollte vor bevorstehenden Operationen auf den Einsatz der Hypnosetherapie verzichtet werden. Bei bestimmten psychiatrischen Diagnosen (z. B. Psychosen oder manisch-depressive Erkrankung) wird man meist von einer Hypnose absehen.

Hypnose bedeutet in erster Linie immer Entspannung. Der körperliche Zustand in der Trance ist etwa der gleiche wie bei Meditation, Autogenem Training oder anderen Entspannungs-Techniken. Man kann also die Trance selbst als einen gesunden und sehr wohltuenden Zustand bezeichnen, in dem sich der Körper erholen und regenerieren kann. Als Begleiterscheinung der Entspannung kann sich der Kreislauf verlangsamen, etwa so wie im Tiefschlaf. Daher sollten Menschen mit sehr niedrigem Blutdruck bei der Behandlung vorher darauf hinweisen, damit der Hypnotiseur darauf eingehen kann.

Außerdem ist der Einsatz der Hypnose bei notorischen Skeptikern und Neinsagern unter Umständen nicht erfolgreich, ebenso bei Menschen mit einem extremen Kontrollbedürfnis. Wenn Sie gewohnheitsmäßig gegen alles sind oder wenn Sie sich selbst und Ihrer Umwelt beweisen wollen, dass Sie ein hoffnungsloser Fall sind, dann werden Sie wahrscheinlich Recht behalten.

In folgende Fällen sollten Sie in jedem Fall vorab den Hypnotiseur unterrichten, damit dieser abschätzen kann, ob ein Einsatz der Hypnose sinnvoll ist:
  • Körperliche oder geistige Behinderungen
  • Drogenabhängigkeit oder Einnahme starker Medikamente
  • Psychosen wie Schizophrenie oder manisch-depressiven Erkrankungen
  • Depressionen
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems
  • Anfallsleiden mit akuter Gefahr eines Anfalls
  • Epilepsie
  • Thrombose
  • Herzerkrankungen


Gibt es eine Garantie auf Erfolg oder Heilung?

Auch die Hypnose ist, wie alle anderen Methoden, kein generelles Allheilmittel. Dies gilt sowohl für die Behandlung von medizinischen Problemen mittels der Hypnosetherapie, für den Einsatz der Hypnose in klassischen Anwendungsbereichen wie der Rauchentwöhnung und der Gewichtsreduktion, als auch für Hypnosecoaching-Anwendungen.

Eine Heilung oder ein Erfolg kann und darf nicht garantiert werden, denn das Ausmaß des Behandlungserfolges hängt nicht nur von der Therapie allein ab, sondern auch davon, wie komplex die Problematik ist und wie lange diese bereits besteht. Ebenso wird der Erfolg sehr stark davon beeinflusst, ob der Klient bereit ist, sich wirklich vom Problem zu lösen. Außerdem sind Heilungsversprechen in Deutschland verboten - und das ist auch gut so.

Weil die Behandlung mit der Hypnose jedoch eine sehr kraftvolle Methode darstellt, wird sie oft als eine Art Durchbruch erlebt, auch wenn alle bisherigen Behandlungen mit anderen Methoden keine oder nur geringe Veränderungen bewirken konnten. Einfache Phobien lassen sich zum Beispiel oft schon in einer relativ kurzen Behandlungszeit vermindern oder auflösen. Komplexere und vielschichtige Problematiken, die schon seit längerer Zeit existieren, erfordern eine wesentlich umfassendere und intensivere Arbeit.

Mit der hypnotischen Trance können Situationen geschaffen werden, in denen man den Klienten zur Veränderung motivieren kann. Die Bereitschaft zur positiven Veränderung muss jedoch immer beim Klienten existieren, da auch die Veränderung selbst immer vom Klienten ausgeht.


Ist Hypnose nicht doch irgendein Hokuspokus?

Laut dem "Forschungsgutachten der Bundesregierung zur Psychotherapie" aus dem Jahre 1991 gehört die Hypnose zu den fünf erfolgreichsten Therapieverfahren. Am besten sind die positiven Effekte in der Behandlung von Ängsten und psychosomatischen Störungen, sowie akuten und chronischen Schmerzen, einschließlich Krebsschmerzen, gesichert.

Hypnose wurde als Schmerzbewältigungsverfahren von der NIH-Consensus Task Force in den USA anerkannt. Im Rahmen einer beweisgesicherten Studie (evidence based medicine) erfüllt die Hypnose die höchsten Wirksamkeitskriterien bei akuten Schmerzen und in der Behandlung postoperativer Komplikationen.

Bei manchen Menschen gibt es bezüglich der Hypnose eine unrealistische Erwartungshaltung. Sie hoffen, dass teilweise langjährige und schwierige Probleme durch eine einzige Hypnosesitzung plötzlich verschwinden können und dass sie selbst nichts zum Therapieerfolg beitragen müssen. Wie auch bei jeder anderen Behandlung Erfolg auch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Eigenaktivität des Klienten mitentscheidend.



Ist eigentlich jeder Mensch hypnotisierbar?

Ja, mit Ausnahme von schwer geistig behinderten Menschen ist fast jeder Mensch hypnotisierbar, jedoch niemals gegen seinen eigenen Willen. Die Hypnose setzt stets eine hohe Empfänglichkeit für Suggestionen sowie die Bereitschaft voraus, sich darauf einzulassen. Je nach Ansprechbarkeit reagiert der Mensch unterschiedlich stark auf Hypnose. Manche Menschen erreichen anfangs nur eine leichte Trancetiefe, andere können schneller tiefere Trancezustände erreichen. Durch wiederholtes Hypnotisieren kann man lernen, schneller und tiefer in Trance zu gehen.

Fast jeder ist deshalb hypnotisch ansprechbar. Die erreichbare Tiefe der Hypnose hängt weniger vom Hypnotiseur ab als von der Persönlichkeitsstruktur und speziell der Beeinflussbarkeit (Suggestibilität) des zu Hypnotisierenden.


Ich bin sehr willensstark, ich kann bestimmt nicht hypnotisiert werden, oder?

Diese Äußerung basiert auf der Annahme, dass willensschwache Menschen am besten hypnotisierbar sind. Wirksame Hypnos nutzt für den Erfolg die Kooperation des Hypnotisanden und Hypnotiseurs. Es braucht die Bereitschaft des Klienten, die Chance zu ergreifen. Menschen mit einem entsprechenden Willen können diesen zielgerichtet einsetzen, den Prozess fördern und gut in Trance gehen. Aus diesem Grunde ist das Hypnotisieren dieser sogenannten "willensstarken Menschen" meist sogar relativ gut möglich.

Wer im Übrigen meint, ein Hypnotiseur würde Interesse daran haben, seine Kräfte mit denen des Klienten zu messen, hat eine falsche Vorstellung davon, was gute, kooperative Hypnose ausmacht. Interessant dabei ist, dass Menschen nach der Hypnose oft fragen: "Und - war ich jetzt in Trance?". Dies deutet darauf hin, dass dem Hypnotisierten selbst oft nicht klar ist, dass er sich in einem veränderten Bewusstseinszustand befunden hat. Der veränderte Zustand wird vom Hypnotisierten nicht immer eindeutig erkannt, obwohl er für außenstehende Zuschauer in einer ersichtlichen Trance war.


Kann ein Hypnotiseur einen Menschen gegen seinen Willen hypnotisieren?

Nein. Niemand kann in den Zustand der Trance gezwungen werden. Wenn Sie es nicht wollen, funktioniert es auch nicht. Sie entscheiden darüber, ob Sie einen solchen Zustand herbeiführen möchten, wie lange er dauern soll, wie tief er werden soll und wann Sie wieder erwachen möchten. Alles andere gehört ins Reich der Phantasie.


Schläft man in der Hypnose oder verliert das Bewusstsein?

Nein. In Hypnose sind Sie sich die ganze Zeit bewusst über die Dinge, die um Sie herum passieren. Sie hören und verstehen auch alles, was der Hypnotiseur Ihnen sagt. Ebenso können Sie sich nach der Hypnose auch noch an alles erinnern. Hypnose hat nichts mit Narkose oder einem Bewusstseinsverlust zu tun. Sie werden auch nicht schlafen. Sie sind bei Bewusstsein und nur Ihr Körper befindet sich in einem Ruhzustand bzw. tiefer Entspannung. Sie hören alles und bekommen alles mit. Ihre Wahrnehmung ist lediglich fokussiert auf die Stimme des Hypnotiseurs und auf Ihr Innerstes.


Gibt man in Hypnose irgendwelche Geheimnisse oder Jugendsünden preis?

Nein, natürlich nicht. Sie werden nichts sagen, was Sie nicht möchten. Sie behalten die vollkommene Kontrolle über alles, was während der Hypnosesitzung passiert. Wenn der Hypnotiseur Ihnen eine Frage stellt, die Sie nicht beantworten wollen, so werden Sie - auch in Hypnose - entweder ausweichend antworten oder "schummeln".


Werde ich mit Hypnose willenlos gemacht?

Ganz und gar nicht! Diese Vorstellung von Hypnose ist zwar weit verbreitet, dennoch entbehrt sie jeglicher Grundlage. Niemand kann gegen seinen Willen oder seine eigenen Wertvorstellungen durch Hypnose zu irgendetwas gezwungen werden. Hypnose ist vielmehr wie eine Anzahl von Einladungen zu verstehen, die jeder nach freier Entscheidung annehmen oder ablehnen kann.


Kann ich gegen meinen Willen hypnotisiert werden?

Nein, natürlich nicht. Hypnose bedeutet auch die Symbiose von Hypnotiseur und und Hypnotisand. Dies bedeutet, dass in gemeinsamer Arbeit Lösungen gefunden werden. Und Zusammenarbeit macht ohne beiderseitiges Einverständnis überhaupt keinen Sinn. Deshalb benötigt der Hypnotiseur in jedem Fall das Einverständnis und die Kooperation des Klienten.

Werden bei Bühnen- und Showhypnosen nicht aber doch Menschen manipuliert? Ja, aber immer mit deren Einverständnis. Es gibt viele Gründe dafür, warum sich immer wieder Menschen einem solchen Theater aussetzen: Geltungssucht, einmal auf einer Bühne im Mittelpunkt stehen wollen usw. Mit seriöser therapeutischer Arbeit hat dies nichts zu tun.

Fazit: Sie brauchen sich also nicht zu sorgen, dass in unseren Hypnoseausbildungen etwas gegen Ihren Willen geschieht.


Werde ich mit Hypnose manipuliert?

Nein, bestimmt nicht. Entgegen der allgemeinen Meinung, Hypnose sei etwas wie eine "Machtübernahme" durch den Hypnotiseur, handelt es sich um ein Verfahren, das auf Kooperation zwischen Klient und Hypnotiseur beruht und bei weitem nicht so zur Manipulation von Menschen eingesetzt werden kann, wie es in manchen Hollywood-Filmen dargestellt wird.

Sie können den beschriebenen Zustand der inneren Aufmerksamkeit nutzen, um Ihre Spannungsfelder und Probleme leichter zu lösen, um wieder Schlaf zu finden, oder um sich von einer Migräne dauerhaft zu verabschieden. Auf diesem Wege wir Hypnotiseure als Wegweiser sicher von Bedeutung. Aber nur der Klient entscheidet, welchen Wegweisern er folgen möchte, frei und eigenverantwortlich.

Und da mit Hypnose äußere Grenzen und Einengungen an Bedeutung verlieren, gelingt die Lösungsfindung unter Hypnose meist besonders leicht. So betrachtet ist Hypnose das genaue Gegenteil von Manipulation, sondern stärkt das Selbstwertgefühl und die Entscheidungsfähigkeit des Klienten.


Kann ich mich danach an alles erinnern?

In der Regel ja. Bei der therapeutischen Hypnose befindet man sich in einem angenehm entspannten Zustand, in dem man aber durchaus noch wahrnimmt, was um einen herum geschieht. Ab und an lässt man vielleicht ein wenig seine Gedanken abschweifen mit einem Gefühl im Sinne von "Lass ihn einfach reden" und erlaubt seinem Unterbewusstsein, die Arbeit zu machen und dem Hypnotiseur zuzuhören, während man sich selbst gedanklich ein wenig auf Reisen begibt. Aber man kehrt dann auch wieder zurück und hört wieder ein wenig zu.

So kann das auf und ab gehen wie eine sanfte, entspannte Wellenbewegung. Lediglich in Tiefenentspannungsanwendungen kommt es häufiger vor, dass Klienten so tiefe Trance-Schichten erreichen, dass Ihr Bewusstsein sich für eine Weile schlafen legt. Das Unterbewusstsein ist dabei aber hellwach und verarbeitet die Anwendung.

Selbst bei sehr intensiven Hypnose-Anwendungen wie der Rückführung in Hypnose besteht im Anschluss die Erinnerung an das Erlebte. Nur bei wenigen Klienten entsteht eine kurzzeitige Amnesie aufgrund des Zurückkehrens von der Hypnose in den Wachzustand. Aber diese löst sich innerhalb weniger Minuten wieder auf und die Erinnerung kehrt zurück. Alternativ kann auch der Hypnotiseur die Erinnerung suggestiv wieder "freischalten", sodass diese sofort wieder verfügbar ist.


Was passiert, wenn der Hypnotiseur ohnmächtig wird oder ihn der Schlag trifft?

Keine Angst, Sie finden aus der Hypnose auf jeden Fall immer wieder zurück, mit oder ohne Unterstützung des Hypnotiseurs. In diesem Fall kann es lediglich passieren, dass der hypnotische Zustand in einen echten Schlaf übergeht, aus dem Sie nach einiger Zeit erfrischt und munter wieder erwachen.


Kann ich nach den Seminaren Auto fahren?

Ja, natürlich. Sie werden in unseren Seminaren zwar hypnotisiert, sind jedoch nach den praktischen Übungen wieder völlig wach. Sie haben einen klaren Kopf, können sich konzentrieren und auch das Autofahren ist völlig unproblematisch.


Was ist Selbsthypnose?

Selbsthypnose ist eine Methode, die Sie selbst anwenden können. Durch die Selbsthypnose können Heilungsprozesse beschleunigt werden, Ziele leichter erreicht, Ängste besiegt werden, schlechte Laune beseitigt und nachteilige Gewohnheiten abgestellt werden. Außerdem ist es mittels Selbsthypnose möglich, neue Kräfte zu tanken, wirksamer zu entspannen und vieles mehr. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und liegen in den eigenen Händen. Selbsthypnose bereichert das Leben und erweitert Ihre individuellen Möglichkeiten.

Die Selbsthypnose ist eine Technik, die erfahrungsgemäß auf ein besonderes Interesse stößt. Selbsthypnose ist einfacher als man denkt, es kommt aber natürlich darauf an, was man damit erreichen möchte. Je komplexer die Problemstellung, desto mehr Arbeit ist mit der Selbsthypnose notwendig. Die Fähigkeit zur Selbsthypnose reicht also noch nicht allein, um alle Probleme in Rekordzeit lösen zu können - auch die richtige Herangehensweise ist von sehr großer Bedeutung.

Mit Selbsthypnose kann man theoretisch alles erreichen was mit der Fremdhypnose auch erreichbar ist, allerdings verlangt Selbsthypnose bei manchen Anwendungen sehr viel Übung. Vielen Menschen gelingt es nie, mit der Selbsthypnose den gleichen Wirkungsgrad zu erreichen, den die Fremdhypnose durch einen geübten Hypnotiseur schon in der ersten Sitzung erzielen kann. Wenn man also ein Problem dringend lösen möchte, spart man mit Selbsthypnose oft an der falschen Stelle und stellt am Ende fest, dass die konkrete Problemlösung durch eine Fremdhypnose effizienter gewesen wäre. Menschen mit akuten Problemen sollten die Selbsthypnose nur in Zusammenarbeit mit einem hypnotisch erfahrenen Heilpraktiker oder Arzt ausüben, der sie anleitet und die Suggestionen auf Richtigkeit überprüft. Ansonsten wäre die Gefahr hoch, ein Problem durch eine falsche Herangehensweise noch zu verschlimmern.

Mit der Selbsthypnose sollte man zur eigenen Sicherheit nicht einfach herumexperimentieren - auch wenn sich besonders im Internet eine gewisse "Do-It-Yourself-Mentalität" immer mehr verbreitet. Selbsthypnose hat ihre eigenen Regeln und man sollte sich selbst nur dann Suggestionen geben, wenn diese aus hypnotischer Sicht auch sicher und korrekt sind. Verwenden Sie, falls Sie die Selbsthypnose nutzen wollen, also lieber geprüfte Vorlagen, als sich selbst irgendetwas zurecht zu basteln. Ansonsten ist die Gefahr sehr groß, dass Sie sich selbst schädliche Suggestionen geben, ohne dies zu bemerken.



Was ist Showhypnose?

Auf diversen Showveranstaltungen sowie im Fernsehen ist immer wieder die Bühnenhypnose bzw. Showhypnose zu sehen. Der einzige Zweck dieser Veranstaltungen ist die "Unterhaltung" des Publikums, oft auf Kosten derer, die sich auf der Bühne vom "großen Meister" hypnotisieren lassen.

Bei diesen Shows kommt es (je nach innerer Einstellung und Verantwortungsbewusstsein des Show-Hypnotiseurs) mitunter auch zu entwürdigenden Vorgängen oder es werden Dinge vorgeführt, die den Hypnotisierten ernsthaft schädigen können, so z.B. bei der "kataleptische Brücke", bei der Hypnotisierte nur mit dem Hinterkopf und den Füßen auf zwei Stühlen aufliegt.

Die Showhypnose bedient sich verschiedener Tricks um das Publikum zu beeindrucken und zu täuschen, es handelt sich um eine reine Show, wo in kürzester Zeit reine Effekthascherei betrieben werden soll. Die wichtigste Aufgabe des Show-Hypnotiseurs ist es dabei, "geeignete" Personen auszuwählen, die freiwillig an dieser Show teilnehmen wollen, den Weisungen des Show-Hypnotiseurs folgen und damit wissentlich an dieser Vorstellung teilnehmen. Gründe, warum es immer wieder Leute gibt, die sich diesen Zirkus freiwillig antun, gibt es viele - Geltungssucht ist sicher der wichtigste.

Leider gehen bei vielen Menschen die kompletten Vorstellungen, was das Thema Hypnose anbelangt, in diese Richtung, durch die Medien wird dieses Bild der Hypnose natürlich immer wieder gestärkt.

Auch der Showhypnotiseuer sollte sich an bestimmte Regeln halten - unabdingbar ist das vorherige Abklären von Kontraindikationen. Die Hypnose ist ein sehr mächtiges Werkzeug, und als solches gehört es nur in die Hände qualifizierter und verantwortungsvoller Menschen.


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